Herzlich Willkommen beim Blog des LWL-Museums für Archäologie!

Hier gibt's Neuigkeiten rund um das Museum und einen Blick hinter die Kulissen.

 

Das Team des LWL-Museums für Archäologie in Herne wünscht viel Spaß beim Stöbern und würde sich über ein Feedback sehr freuen.

Erster Tag in Kambodscha. Angkor Thom und Bayon-Tempel (Foto: S. Maus/LWL-Museum für Archäologie)

Im Land des aufsteigenden Drachen: Teil 3

Im Bann der Apsara

Wir verlassen am 13. Februar per Flugzeug Vietnam und starten nach der Ankunft in Siem Reap, Kambodscha, wieder sofort durch. Check-In ins Hotel, kurze Mittagspause, Tempelausweise für das archäologische Areal von Angkor besorgen…und dann vier Tage lang Staunen.

Den angebrochenen Tag nutzen wir, um uns in der 9 km² großen Königstadt Angkor Thom einen ersten Überblick zu verschaffen.

Unterwegs im archäologischen Areal von Angkor

  • Das Nantionalmuseum von Angkor in Siem Reap. (Foto: S. Maus/LWL-Museum für Archäologie)

  • Tempelanlage Ta Prohm. (Foto: S. Maus/LWL-Museum für Archäologie)

  • Tempelanlage Ta Prohm. (Foto: S. Maus/LWL-Museum für Archäologie)

  • Angkor Wat (Foto: S. Maus/LWL-Museum für Archäologie)

  • Angkor Wat (Foto: S. Maus/LWL-Museum für Archäologie)

  • Angkor Wat (Foto: S. Maus/LWL-Museum für Archäologie)

Am nächsten Tag geht es nach einem Pflichtbesuch im Angkor-Nationalmuseum in Archäologen-Begleitung zur Tempelanlage Ta Prohm. Sie stammt aus dem 12. Jahrhundert und umfasst fast 60 Hektar. Übersetzt bedeutet Ta Prohm „Königliches Kloster“. Innerhalb der Umfassungsmauer lebten laut einer Inschrift ca. 12.000 Mönche, außerhalb in Dörfern etwa 80.000 Menschen. Nichts davon ist heute erhalten, weil alles aus vergänglichen Materialien erbaut worden war. Nur die steinerne Klosteranlage hat überdauert.

Am Nachmittag ist es dann endlich soweit: Angkor Wat! Die gesamte, aus dem 12. Jahrhundert stammende Anlage umfasst 1,5 km². Alle Tempel wurden aus Sandstein oder Laterit-Stein erbaut. Vom Hauptturm aus bekommt man einen guten Eindruck von der unglaublichen Größe der Tempelstadt.

Der letzte Tag in kambodschanischen Ruinen

  • Zu Besuch an der Rolous-Gruppe. (Foto: LWL-Museum für Archäologie)

  • Die Tempelruine Beng Mealea. (Foto: S. Maus/LWL-Museum für Archäologie)

  • Die Tempelruine Beng Mealea. (Foto: S. Maus/LWL-Museum für Archäologie)

  • Die Zitadelle der Frauen (Foto: S. Maus/LWL-Museum für Archäologie)

  • Die Zitadelle der Frauen (Foto: S. Maus/LWL-Museum für Archäologie)

Der Folgetag beginnt, wie der Vorherige aufgehört hat: Tempel. Zuerst zur Rolous-Gruppe, wo die Tempel Prae Ko (erbaut 879) und Bakong (erbaut 881) zu bestaunen sind. Dann weiter zum Anlage Beng Mealea. Dieser Ort ist ganz besonders. Erst seit 2002 von allen Minen befreit, sind die Gebäude in einem verwunschenen Zustand. Kaum restauriert, die Natur erobert steig Stein für Stein zurück. Verständlich, weshalb Beng Mealea schon als Kulisse für den ein oder anderen Hollywood-Blockbuster herhalten musste. Erbaut im 12. Jahrhundert, Größe etwa 1 km².

Zum Schluss: Banteay Srei, übersetzt „Zitadelle der Frauen“, nennt sich diese Tempelansammlung. Erbaut wurde sie 967 aus Buntsandstein. Daran ist neben der intensiven Färbung des Steins besonders, dass das Material so weich ist, dass die Verzierungen hier nicht eingemeißelt, sondern hineingeschmirgelt wurden. 1904 wurde die Anlage zufällig von französischen Archäologen entdeckt. Seit 2004 erlaubt finanzielle Unterstützung u.a. aus der Schweiz die fachgerechte Restaurierung.

Vor dem Rückflug

  • Lotusfarm auf dem Weg zum Tonle Sap (Foto: S. Maus/LWL-Museum für Archäologie)

  • Im schwimmenden Dorf (Foto: S. Maus/LWL-Museum für Archäologie)

  • Eine "Tankstelle" am Wegesrand (Foto: S. Maus/LWL-Museum für Archäologie

Der letzte Tag, bevor es über Hanoi zurück nach Frankfurt geht. Heute geht es geruhsam zu. Auf dem Weg zum schwimmenden Dorf Chong Kneas am Tonle Sap, dem größten See Südostasiens, machen wir Halt an einer Lotusfarm. Auf dem Wasser sehen wir schwimmende Händler und Seebewohner. Gewöhnungsbedürftig erscheint es uns als Europäern, wenn man hört, dass man sich hier jedes Jahr seine Nachbarn neu aussuchen kann: Wenn der See durch Schneeschmelze im Himalaya und Monsun von 3.000 auf 25.000 km² anwächst, treiben die Dörfer mit auf den See. Wenn das Wasser wieder abfließt und der Wasserspiegel von 14 wieder auf 2 m sinkt, werden die Häuser wieder mit Stelzen im Boden verankert.

Fazit? Gerne wieder, jeder Zeit. Herzlichen Dank an den Förderverein des LWL-Museums für Archäologie für die Realisierung und an die Gruppe für die tolle Zeit.