Herzlich Willkommen beim Blog des LWL-Museums für Archäologie!

Hier gibt's Neuigkeiten rund um das Museum und einen Blick hinter die Kulissen.

 

Das Team des LWL-Museums für Archäologie in Herne wünscht viel Spaß beim Stöbern und würde sich über ein Feedback sehr freuen.

Wie auf einer echten Grabung ging es bei der MINT-Herbstakademie mit Pinsel und Schaufel ans Graben, Bild: LWL/M. Lagers

Die Experten von morgen bei der 11. MINT-Herbstakademie

Seit elf Jahren gibt es die MINT-Herbstakademie am Haranni-Gymnasium in Herne. Hier können Schülerinnen und Schüler zu Nachwuchsforschern werden und Zoologie, Robotik, Archäologie und Bergbau kennenlernen. Die diesjährige Akademie fand vom 23. bis 25. Oktober statt. Wie immer mit dabei: das LWL-Museum für Archäologie. Drei Tage lang schlüpften Schülerinnen und Schüler der vierten, fünften und sechsten Klasse in die Rolle von Archäologen und erforschten die menschliche Vergangenheit – natürlich mit den richtigen archäologischen Arbeitsmethoden.

Tag 1: Die Theorie

Ohne Theorie kommt keine Wissenschaft aus. Das gilt auch für die Archäologie. Deshalb lernten die 18 Teilnehmer am ersten Tag die Grundlagen der Archäologie kennen und überlegten, was Archäologen eigentlich so machen. Schnell stellte sich heraus: Archäologen beschäftigen sich mit den Hinterlassenschaften von Menschen aus der Vergangenheit, und zwar aus ganz unterschiedlichen Epochen: Steinzeit, Bronzezeit, Römerzeit, Mittelalter und Neuzeit. Außerdem wurden die wichtigsten Begriffe erläutert: Stratigrafie, Fund und Befund, Feldbegehung. Letztere probierten die Nachwuchsarchäologen selbst auf dem Schulhof aus. Mit aufmerksamen Augen suchten die Schülerinnen und Schüler nach Funden. Dabei stießen sie auf interessante Dinge: Kohle, geschliffene Steine und eine Glasscherbe, in die ein merkwürdiges Gittermuster eingraviert war - ein sehr außergewöhnlicher Fund!

Tag 2: Die Praxis

Am zweiten Tag ging es endlich an die Arbeit. Ausgerüstet mit Schaufel, Pinsel und Eimer machten sich die jungen Nachwuchsarchäologen im GrabungsCAMP ans Werk und setzten ihr Vorwissen in die Praxis um. In Kleingruppen gruben die Schülerinnen und Schüler jungsteinzeitliche Keramikscherben, römische Münzen und mittelalterliche Fibeln aus. Wie echte Profis legten sie ihre Funde ganz vorsichtig frei und skizzierten sie fachgemäß. Anschließend präsentierten sie ihre Funde ihren Mitstreitern. Weil die jungen Forscher im GrabungsCAMP natürlich nur Repliken ausgruben, konnten sie ihre Funde in der Dauerausstellung des Museums im Original betrachten. Was für eine spannende Angelegenheit!

Tag 3: Die Präsentation

Unsere Nachwuchsarchäologen wollten ihr neu gewonnenes Wissen natürlich nicht für sich behalten. Deshalb bastelten sie am letzten Tag bunte Plakate, auf denen sie die wichtigsten archäologischen Begriffe erklärten und von ihren Grabungserlebnissen berichteten. Mit selbst angefertigten Zeichnungen und Fotos von der Grabungsaktion schmückten die Schülerinnen und Schüler ihre Plakate zusätzlich aus. Nachdem die Präsentation ausgiebig geübt wurde, ging es für alle Beteiligten in die Aula. Langsam stieg die Nervosität bei den kleinen Forschern, schließlich kamen auch ihre Eltern vorbei, um sich die Ergebnisse der letzten drei Tage anzusehen. Als es schließlich an die Präsentation ging, war die Aufregung aber wie weggeblasen: Wie echte Experten erklärten die Schülerinnen und Schüler den Eltern, Lehrern und anderen neugierigen Besuchern, was sie über die Archäologie gelernt und was sie im GrabungsCAMP erlebt hatten. Zur Belohnung bekamen alle Schülerinnen und Schüler eine Urkunde für ihre tolle Arbeit. Wir sind stolz auf unsere Nachwuchsarchäologen!

Julia Heimlich, studentische Volontärin