Hexen fressen nicht nur Kinder, sie können auch Feuer schlucken. (Foto von Tim Schmidt)

ExtraSchicht 2015

Im Zeichen des Aberglaubens

Während diese Nacht wie jedes Jahr überall im Ruhrpott im Zeichen der Industrie und ihrer Kultur stand, stach das LWL-Museum für Archäologie mit einem besonderen Programm heraus.

 

Hier tauchte der Besucher ein in die mythische Welt des Aberglaubens aus vorindustrieller Zeit. Dabei fand er heraus, wie die Weltsichten vergangener Epochen bis in unser heutiges Denken hineinwirken. Drachen, Dämonen, Hexen und schwarze Katzen verzauberten die Besucher im Dämmerlicht unserer Sonderausstellung.

In der Künstlerwerkstatt kreieren Groß und Klein eigene Kunstwerke. (Foto von Iris Stephan)

Bunte Kunst im Dämmerlicht des Aberglaubens

Aber inmitten all dieses Übels erstrahlten die Künstlerinnen Ines Braun und Iris Stephan mit ihrer bunten Kunst, die sie gemeinsam mit Besuchern auf Papier brachten. So konnte jeder Gast ein eigenes Kunstwerk, eingerahmt oder in Form eines Buttons des Fördervereins, mit nach Hause nehmen.

In der Glücksbringerwerkstat werden Knochen- und Runenamulette hergestellt. (Foto von Beatrix Hagemann-Kask)

Die Glücksbringerwerkstatt

Außerdem konnten die Besucher in einer Glücksbringerwerkstatt eigene Amulette aus Knochen schnitzen, die sie, verziert mit magischen Runen, vor jedem Unheil beschützen.

Dr. Caligula lädt sein Publikum in sein Kabinett ein. (Foto von Beatrix Hagemann-Kask)

Musik und Kurioses aus der Vergangenheit

Begleitet von Wechselspielen aus mittelalterlichen, klassischen und moderneren Klängen durch Spielmann Michel und seine Musikanten, stießen unsere Gäste schließlich auch auf einen weitgereisten Besucher aus dem 19. Jahrhundert. Dr. Caligula präsentierte sein unglaubliches Kuriositätenkabinett und sonderbare Mitbringsel.

Im GrabungsCAMP werden aus Kindern Archäologen, die der westfälischen Geschichte auf die Spur gehen. (Foto von Cornelia Moors)

Kinder als Archäologen

Draußen trieben die Kinder allerhand Lustiges mit dem Herner Spielezentrum. In unserem GrabungsCAMP entdeckten sie gemeinsam mit unseren Archäologen bei Nacht und Nebel die tief im Boden verborgenen Überreste längst vergangener Zeiten.

Der Rennofen kurz vor dem entscheidenden Moment! (Foto von Beatrix Hagemann-Kask)

Wie gewinnt man Eisen?

Außerdem ließen Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Böll-Gesamtschule Bochum auf dem Außengelände die Eisenzeit wieder zum Leben erwecken, indem sie u.a. mit einem originalgetreu nachgebauten Rennofen Eisen verhütteten und damit die Wurzeln der Industriekultur demonstrierten.

Ein Video von der Eisenverhüttung findet Ihr auf unserer Facebook-Seite.

 

(Text: Marcus Coesfeld)

Publikationsdatum: 29.06.2015

Themen: Veranstaltungen