Diese Werke entstanden in 9 Stunden Arbeit. (Foto: Werner Hagedorn)

Kettenflechten im Rahmen der Initiative Kulturrucksack

Im Rahmen des Kinderferienprogramms bot das LWL-Museum für Archäologie einen dreitägigen Workshop zum Thema Kettenflechten für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren an. Vom 28.07.-30.07.2015 erlernten 5 junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie 2 Praktikanten des Museums dieses Handwerk. Die Ergebnisse des 3 x 3 – stündigen Arbeitens können sich sehen lassen.

Verschiedenste Kunstwerke aus Messing, Bronze, verzinktem Eisen oder Silber, ggf. kombiniert mit Craze-Loops, Glasperlen oder Halbedelsteinen. (Foto: Werner Hagedorn)

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt

Ob ein Armband für die Freundin, ein Anhänger für die eigene Kette oder ein Kettenhemd für den Teddy – im Workshop zum Thema Kettenflechten waren der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

 

Und wer befürchtete, dass ihm die Ideen ausgehen könnten: Workshopleiter Achim Schröder hatte genügend Inspiration mitgebracht.

Von Schmuck über Kerzenständer bis hin zu Kettenhemden für Playmobilfiguren – alles ist möglich! Auch in Bezug auf Materialkombinationen und Flechttechnik gab es genügend Variationen.

Die ersten eigenen Ringe entstehen. (Foto: Wener Hagedorn)

Wie wird eigentlich aus einem Stück Draht ein Kettenglied hergestellt?

Ganz einfach: Mit einer Hand kurbeln, mit der anderen den Draht führen und anschließend die einzelnen Ringe mit einer Fliesenzange oder einem Seitenschneider abtrennen.

Abtrennen der Ringe von der selbstgedrehten Feder. (Foto: Werner Hagedorn)
Jeder durfte die schwere Last eines Ritters einmal selbst tragen. (Foto: Werner Hagedorn)

Wie ein echter Ritter

Hat man, wie Achim Schröder, 12 Jahre Übung, wäre nach 100 Stunden dann auch „schon“ ein Kettenhemd wie dieses fertig. Das obige Modell mit „nur“ 7 kg durfte jede/r, der wollte, auch am eigenen Leib spüren.

Armbänder und Anhänger waren beliebte und für 3x3 Stunden realistische Ziele. (Foto: Werner Hagedorn)

So viel schafft ein Anfänger in drei Tagen natürlich nicht.

Doch mit individueller Hilfestellung brachte es jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer zu seinem eigenen Kunstwerk.

Mit ein wenig Fingerspitzengefühl und Durchhaltevermögen hat jeder den Dreh rausbekommen. (Foto: Achim Schröder)
Es gab genügend vorgefertigte Ringe, sodass man sich ganz dem Flechten widmen konnte. (Foto: Werner Hagedorn)
Ritter-Teddy mit Wappen auf der Brust. (Foto: Werner Hagedorn)

Ein echter Ritter-Teddy

Wer nach den drei Vormittagen sein eigenes Projekt noch nicht beendet hatte, durfte sich genügend Material zum Weiterbasteln mit nach Hause nehmen. Alles, was man noch aus dem eigenen Werkzeugkasten benötigt, sind zwei Spitzzangen zum Biegen der Ringe. So mancher Bär war allerdings schon bald fertig ausgerüstet.

Bronzearmband mit Craze-Loops als dehnbare Zwischenelemente. (Foto: Sarah Weber)

Uns hat der Workshop sehr großen Spaß gemacht und wir möchten uns bei den fleißigen Kindern und natürlich Achim Schröder für die 3 unvergesslichen Vormittage bedanken.

 

Text: S. Weber

Publikationsdatum: 05.08.2015

Themen: Veranstaltungen, Mitarbeiter und Praktikanten