Herzlich Willkommen beim Blog des LWL-Museums für Archäologie!

Hier gibt's Neuigkeiten rund um das Museum und einen Blick hinter die Kulissen.

 

Das Team des LWL-Museums für Archäologie in Herne wünscht viel Spaß beim Stöbern und würde sich über ein Feedback sehr freuen.

Tatort Forscherlabor, Themenstation 1: PROSPEKTION

SPURENSUCHE AM BODEN UND AUS DER LUFT

Neue Fundstellen kann man mit verschiedenen Methoden entdecken: Einige Forscher suchen in alten Schriften und Karten nach Hinweisen auf ehemalige Siedlungen, Straßen oder Landwehren. Andere gehen regelmäßig über freie Flächen wie Felder und markieren auf Karten die Bereiche, in denen sie archäologische Objekte finden.

Archäologen nutzen auch das Flugzeug, um nach Spuren der Vergangenheit zu suchen. Der Blick aus der Vogelperspektive macht vor allem große Strukturen deutlich. Der Archäologe fotografiert sie und trägt sie in seine Karte ein. Häufig werden bei der Suche nach neuen Fundstellen verschiedene Methoden kombiniert. Geomagnetische, geoelektrische oder Radar-Messungen zeigen Einzelheiten, durch die der Archäologe einen Fundplatz beurteilen kann, ohne ihn ausgraben zu müssen.

Nur wenn die unterirdischen Fundstellen bekannt sind, können sie unter Denkmalschutz gestellt oder bei unvermeidlichen Bauvorhaben ausgegraben werden. Alle diese Informationen sammeln in Westfalen die LWL-Archäologie für Westfalen mit Sitz in Münster.

Beim gezielten Überfliegen von verdächtigen Regionen...

...entdecken Archäologen häufig neue Fundplätze.

Geophysikalische Messungen...

... liefern genauere Erkenntnisse über die Strukturen im Boden.

Die Kombination verschiedener Prospektionsmethoden ...

... gestattet den Archäologen einen guten Einblick in das Erdreich.

Fall Warburg

EIN STEIN-REICHER ACKER
Aufmerksame Landwirte haben die Großsteingräber von Warburg entdeckt: Dem Grundstücksbesitzer und seinem Sohn fielen beim Pflügen immer wieder ortsfremde Steine und Knochenbruchstücke auf. Sie meldeten ihre Beobachtungen der LWL-Archäologie für Westfalen. Da das Pflügen die Überreste der Gräber immer weiter zerstörte, entschloss sich der zuständige Archäologe sie auszugraben.

LAGE DER KOLLEKTIVGRÄBER WARBURG I-V AM FUNDPLATZ

Die Gräber lagen auf einem leicht nach Nordost geneigten Hang, etwa 1,6 Kilometer nordwestlich der Stadtmitte Warburgs. Das Luftbild zeigt Grab III während der Ausgrabung.

Publikationsdatum: 29.10.2010

Themen: Forscherlabor, Wissenswertes