Das heutige Gebiet Westfalens war lange ein Ort, der von den Germanen bewohnt wurde, die sehr oft mit den Römern aneinander gerieten, weshalb es einen ständigen Konflikt gab. Nach dem Fall des Römischen Reichs begannen die Sachsen das Gebiet zu erobern. Nach einer langen Zeit begannen die Franken unter Karl den Großen das Gebiet zu erobern. Dabei zerstörte er die Irminsul, einen heiliger Ort für die Sachsen. Darauffolgend begann der sächsische Adlige Widukind einen Widerstand und die Sachsenkriege begannen Fahrt aufzunehmen. Karl erließ harte Gesetze gegen die Sachsen wie zum Beispiel, dass sie sich taufen lassen müssen, wer das nicht tat, wurde getötet. Karl führte eine Zahl an Kriegszügen gegen die Sachsen, doch seine Herrschaft festigte sich nicht. In den 780er und 790er Jahren begann man in Sachsen Klöster zu gründen, was die fränkische Herrschaft stützen sollte. Die Sachsen begannen Festungen im heutigen Hessen zu überfallen. Im Reichstag zu Lippspringe wurde das Land der Sachsen in fränkische Grafschaften aufgeteilt. Außerdem begann Karl die heidnischen Bräuche einzuschränken. Er lies bei der Konferenz die zwanghafte Christianisierung vorantreiben. Die Adligen standen zum Teil auf der Seite der Franken. Doch der Widerstand war nicht gebrochen. Trotz ihrer kämpferischen Einstellung gerieten die Sachsen mehr und mehr unter Druck. Das Blatt wendete sich erst, als sich Widukind im Jahre 785 wahrscheinlich in der Pfalz Attigny taufen lies. Doch obwohl er sich taufen lassen hatte, gingen die Sachsenkriege weiter. 792 kam es dann zur letzten großen Erhebung gegen die Franken, woraufhin Karl mit Deportationen reagierte. Dafür gab er das Land an Franken und abodritische Verbündete, beispielsweise den Wagrien. Ein Großteil der Sachsen unterwarf sich nun. Im Jahr 797 wurden mit dem Gesetz Capitulare Saxnicum die Strafen gelockert und viele der Todesstrafen wurden zur Geldstrafen. 802 schließlich führte man das Sächsische Volksrecht das sogenannte Lex Saxonum ein. 804 endeten die Aufstände in Sachsen. Mit der Zeit wurden die alten Bräuche mehr und mehr verdrängt. Das einzige, was der Christianisierung im Weg gestanden hatte, verlor immer mehr an Bedeutung. Man begann Bistümer in Münster, Paderborn, Verden und Osnabrück zu gründen. Dadurch schuf man eine kirchliche Infrastruktur. Diese Vorgehensweise gilt samt der Zwangschristanisierung als einer der gewaltsamsten der Geschichte. Mit den Sachsenkriegen war auch das Ende der Völkerwanderungszeit im Norden Europas gekommen. Nach den gesamten Kriegen setzte Karl die Zwangschristanisierung fort. Die Sachsen mussten von nun an Truppen für die Franken liefern. In den Grafschaften, die durch die Politik Karls entstanden waren, wurden oft einheimische Adlige eingesetzt. Mit der Zeit stieg die Zahl der Christen an. Nach der Teilung des Frankenreichs im Jahre 843 wurde das Land unter den Enkeln Karls aufgeteilt. Es entstanden das West-, Ost-, und Mittelfrankenreich. Aus dem Westfrankenreich ging Frankfreich hervor. Aus dem Ostfrankenreich ging Deutschland hervor. Und das Mittelfrankenreich setzte sich aus Teilen der südwestlichen Schweiz, des Elsaß und Teile des nördlichen und mittleren Italiens zusammen. Im Gebiet des heutigen Westfalen befinden sich Städte, die sehr wichtig für das Heilige Römische Reich waren wie zum Beispiel Köln. Aachen blieb bis ins 15. Jahrhundert der Ort, an dem die Römisch-Deutschen Kaiser gekrönt wurden. Im 17. Jahrhundert begann der 30-jährige Krieg in Westfalen, bei dem Protestanten und Katholiken aufeinander trafen. Schließlich war Westfalen auch der Ort wo die Friedensverhandlungen stattfanden, und zwar in Osnabrück und Münster.