Geschichte Westfalens

02.10.2026 Praktikant:in

Hallo, mein Name ist Ahmet. Ich habe hier mein Praktikum abgelegt weil ich mich für Geschichte interessiere und probieren wollte wie es ist in einem Museum zu arbeiten.Ich habe diesen Text als Teil meiner Arbeit hier geschrieben. Es hat mich sehr gefreut hier zu sein.

Die Geschichte Westfalens in der Spätantike

Das heutige Gebiet Westfalens war lange ein Ort, der von den Germanen bewohnt wurde, die sehr oft mit den Römern aneinander gerieten, weshalb es einen ständigen Konflikt gab. Nach dem Fall des Römischen Reichs begannen die Sachsen das Gebiet zu erobern. Nach einer langen Zeit begannen die Franken unter Karl den Großen das Gebiet zu erobern. Dabei  zerstörte er die Irminsul, einen heiliger Ort für die Sachsen. Darauffolgend begann der sächsische Adlige Widukind einen Widerstand und die Sachsenkriege begannen Fahrt aufzunehmen. Karl erließ harte Gesetze gegen die Sachsen wie zum Beispiel, dass sie sich taufen lassen müssen, wer das nicht tat, wurde getötet. Karl führte eine Zahl an Kriegszügen gegen die Sachsen, doch seine Herrschaft festigte sich nicht. In den 780er und 790er Jahren begann man in Sachsen Klöster zu gründen, was die fränkische Herrschaft stützen sollte. Die Sachsen begannen Festungen im heutigen Hessen zu überfallen. Im Reichstag zu Lippspringe wurde das Land der Sachsen in fränkische Grafschaften aufgeteilt. Außerdem begann Karl die heidnischen Bräuche einzuschränken. Er lies bei der Konferenz die zwanghafte Christianisierung vorantreiben. Die Adligen standen zum Teil auf der Seite der Franken. Doch der Widerstand war nicht gebrochen. Trotz ihrer kämpferischen Einstellung gerieten die Sachsen mehr und mehr unter Druck. Das Blatt wendete sich erst, als sich Widukind im Jahre 785 wahrscheinlich in der Pfalz Attigny taufen lies. Doch obwohl er sich taufen lassen hatte, gingen die Sachsenkriege weiter. 792 kam es dann zur letzten großen Erhebung gegen die Franken, woraufhin Karl mit Deportationen reagierte. Dafür gab er das Land an Franken und abodritische Verbündete, beispielsweise den Wagrien. Ein Großteil der Sachsen unterwarf sich nun. Im Jahr 797 wurden mit dem Gesetz Capitulare Saxnicum die Strafen gelockert und viele der Todesstrafen wurden zur Geldstrafen.  802 schließlich führte man das Sächsische Volksrecht das sogenannte Lex Saxonum ein. 804 endeten die Aufstände in Sachsen. Mit der Zeit wurden die alten Bräuche mehr und mehr verdrängt. Das einzige, was der Christianisierung im Weg gestanden hatte, verlor immer mehr an Bedeutung. Man begann Bistümer in Münster, Paderborn, Verden und Osnabrück  zu gründen. Dadurch schuf man eine kirchliche Infrastruktur. Diese Vorgehensweise gilt samt der Zwangschristanisierung als einer der gewaltsamsten der Geschichte. Mit den Sachsenkriegen war auch das Ende der Völkerwanderungszeit im Norden Europas gekommen. Nach den gesamten Kriegen setzte Karl die Zwangschristanisierung fort. Die Sachsen mussten von nun an Truppen für die Franken liefern. In den Grafschaften, die durch die Politik Karls entstanden waren, wurden oft einheimische Adlige eingesetzt. Mit der Zeit stieg die Zahl der Christen an. Nach der Teilung des Frankenreichs im Jahre 843 wurde das Land unter den Enkeln Karls aufgeteilt. Es entstanden das West-, Ost-, und Mittelfrankenreich. Aus dem Westfrankenreich ging  Frankfreich hervor. Aus dem Ostfrankenreich ging Deutschland hervor. Und das Mittelfrankenreich setzte sich aus Teilen der südwestlichen Schweiz, des Elsaß und Teile des nördlichen und mittleren Italiens zusammen. Im Gebiet des heutigen Westfalen befinden sich Städte, die sehr wichtig für das Heilige Römische Reich waren wie zum Beispiel Köln. Aachen blieb bis ins 15. Jahrhundert der Ort, an dem die Römisch-Deutschen Kaiser gekrönt wurden. Im 17. Jahrhundert begann der 30-jährige Krieg in Westfalen, bei dem Protestanten und Katholiken aufeinander trafen. Schließlich war Westfalen auch der Ort  wo die Friedensverhandlungen stattfanden, und zwar in Osnabrück und Münster.

Die Hexenverfolgung in Westfalens

Die Hexenverfolgung war eine grausame Zeit die im16. und 17. Jahrhundert ihren Höhepunkt hatte. Dieses Kapitel in der Geschichte war eine Epoche, wo Frauen auf Grund ihres Verhaltens oder Aussehens in den Hexenprozessen, sowas wie heutige Gerichte, beurteilt und hingerichtet wurden. Diese Gerichte  wurden nicht wegen den Vorstellungen der Leute vorangetrieben sondern wegen staatlicher Autorität. Die ganz besonders von Kurfürst Ferdinand von Bayern und Landdrost Kaspar von Fürstenberg ausgeführt wurden. Sie führten dafür die Hexenkommissare und Richter ein. Einer von ihnen, Heinrich von Schutzheiß, legte sogar eine öffentliche Abhandlung ab, um das Vorgehen zu rechtfertigen. In Westfalen wurde aber auch Kritik laut von Personen wie Johann Weyer, Anton Praetorius, Hermann Löher und Michael Stappert. Einer der bekanntesten von ihnen war Friedrich Spee, der mit seiner Schrift Cautio Criminalis bekannt wurde. Die letzten Hinrichtungen fanden in Westfalen im Jahr 1708 in Geseke und 1728 in Winterberg statt. Der letzte Prozess war im Jahr 1732 in der Stadt Bilon und endete in einem Freispruch.

Die zersplitterte Region Westfalen

Im 18. Jahrhundert blieb Westfalen ein zersplittertes Gebiet genauso wie das Heilige Römische Reich, welches an Stärke verlor. Vorallem das Reichskammergericht und der Reichshofrat spielten auch für die Region  Westfalen eine wichtige Rolle. In den Jahren 1696 – 1803 haben die Wittgesteiner Bauern überaus erfolgreiche Prozesse gegen ihre Landesheeren geführt, die versuchten die Rechte der Bauern zu reduzieren. Obwohl das Heilige Römische Reich noch bestand, begannen seine politischen Institutionen doch mehr und mehr an Gewicht zu verlieren. Ein Grund dafür war, dass nach dem 30-jährigen Krieg die Bedeutung des Niederrheinisch -Westfälischen Landkreises mehr und mehr abnahm. Vorallem zentral war auch der Einfluss von außerwestfälischen Mächten, vorallem von Brandenburg-Preußens, das sich ab dem 16.Jahundert sich sehr viel mit dieser Region beschäftigte. Die Kreistage waren Versammlungen wo über politische Entscheidungen gesprochen wurde, wie zum Beispiel die bessere Organisierung von Verteidigungen. Sie fanden selten statt und das sogennante Münzrecht ging an die Einzelgebiete über. Die Kreiswehrverfassung, die seit 1681 die Verteidigung der Reichskreise ordnete, spielte keine Rolle mehr. Größere Kreisverbände begannen die militärischen Pflichten zu übernehmen. Diese Pflichten übernahmen sie auch für nichtarmierte Herrschaften mit einer jährlichen Bezahlung. Durch diesen Prozess wurden kleinere Gebiete sowohl politisch als auch militärisch den größeren Staaten zugefügt und vom Reich entfremdet. Gebiete, die Preußen nahestanden, waren die Reichsstift Essen, Reichsabtei Werden, die Reichstadt Dortmund und die Grafschaft Limburg. Man kann sagen, dass das 18. Jahrhundert in Westfalen durch eine große Spaltung geprägt war. Das Königreich Preußen besaß viele kleine Regionen in Westfalen wie z.B. die Grafschaft Mark und die Grafschaft Ravensberg und das noch säkularisierte Hochstift Minden. Direkt an das Gebiet Westfalens angrenzend lag das Herzogtum Kleve. Diese Gebiete waren während  des 18.Jahunderts als absolutistisch regierte Staaten zwischen den Großmächten bezeichnet worden. Im 18. Jahrhundert war Preußens Merkmal ohne Zweifel seine starke Armee.

Das katholische Westfalen

Die Regionen des katholischen Westfalens waren deutlich anders als die Regionen des protestantischen Westfalen, aber unterschieden sich auch von anderen Staaten. Während man in den süddeutschen geistlichen Staaten die ständische Mitherrschaft abgeschafft hatte, spielte sie in Westfalen weiterhin eine wichtige Rolle. Dies schränkte den Landesherren in seinen Entscheidungen ein. Mit der Zeit wurden die Kirchenstaaten mehr und mehr reformiert. Das führte zu ihrer Auflösung. Im Jahre 1806 erobert Frankreich das Gebiet und teilte es in Militärgouvernements auf. 1807 wurde dann das Königreich Westphalen gegründet. 1813 eroberte Preußen das Gebiet zurück und Westfalen wurde mit dem Wiener Kongress offiziell ein Teil Preußens. Auch in Preußen werden die Stimmen für einen deutschen Nationalstaat immer lauter. 1871 wird das deutsche Kaiserreich gegründet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Westfalen zeitweise eine entmilitarisierte Zone bis zum Jahr 1936 als die Deutschen das Gebiet besetzten. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet mehrfach bombardiert und wurd nach dem Ende des Krieges eine britische Besatzungszone. Im Jahr 1946 wird das Bundesland Nordrhein-Westfalen gegründet. 1949 wird die Bundesrepublik Deutschland gegründet. Das Gebiet des heutigen Westfalens ist vorallem durch das Ruhrgebiet zu einem wichtigen Ballungsraum geworden.