14.02.2011

Zum Valentinstag: Es müssen nicht immer Blumen sein.

Beile aus Jadeit, ca. 3000 v.Chr. aus Arzon, Morihan, Frankreich, Foto: Pline, Musée de Saint Germain en Laye

Haben Sie vielleicht schon einmal darüber nachgedacht, zum Valentinstag ein „Werkzeug“ zu verschenken? Wie wäre es beispielsweise mit einem Beil? In Neuguinea beobachteten Ethnologen, dass die Menschen dort zwei Arten von Beilen verwendeten: Arbeitsbeile und schön geformte Jadeitbeile, die als Brautgeschenke dienten.

Auch in Westfalen nutzten die Menschen Beile aus Jadeit, doch im Gegensatz zu Neuguinea fand diese Nutzung vor mehr als 4000 Jahren statt. Eine Gemeinsamkeit besteht dennoch: Wie in Neuguinea verzichteten auch die frühen Westfalen auf den Einsatz als Schlag- und Spaltwerkzeuge. Zumindest lassen sie keine Spuren erkennen, die auf eine solche Nutzung hinweisen. Welche Funktion hatten die Beile dann? Dienten sie religiösen Ritualen? Wurden sie als Statussymbole mitgeführt? Oder galten sie auch hier - wie in Neuguinea - als Brautgeschenk?

Eine spektakuläre Wiederentdeckung rückt die Jadeitbeile erneut in den Fokus der Wissenschaft und der interessierten Öffentlichkeit. Es handelt sich dabei um „einen der bemerkenswertesten urgeschichtlichen Einzelfunde Deutschlands“: das neolitische Jadebeil aus Hiddenhausen-Bermbeck, Kreis Herford. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie in der Sonderausstellung „Fundgeschichten. Neueste Entdeckungen von Archäologen in NRW“, zu sehen ab dem 16. April im LWL-Museum für Archäologie in Herne.

Kategorie: Sonstiges

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